Iliuta

 Daniela | Nastasia

Von Geburt an schwer sehbehindert

 

Um es kurz zu machen: das von Geburt an schwer sehbehinderte Mädchen konnte nicht wie von uns erwartet operiert werden, um ihr das Augenlicht wieder zu geben. Deswegen nämlich hatten wir sie nach Deutschland geholt. Frau Dr. Gamringer-Kroher aus Weiden hatte sich angeboten, eine Augenoperation durchzuführen – falls möglich. Weiterhin mußte eine Computertomographie (in der radiologischen Praxis Dr. Frank/ Dr. Neumaier) durchgeführt werden, was in Rumänien anscheinend nicht gemacht werden konnte. Auch die Vorstellung in der neurologischen Abteilung im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, Regensburg – übrigens waren alle Untersuchungen kostenlos – führte zu dem Ergebnis, dass eine Hirn-Operation ebenfalls keinen Zweck habe und zudem mit hohem Risiko behaftet sei. Somit waren wir am Ende medizinisch nicht weiter gekommen als die rumänischen Ärzte!

Konnten wir helfen?

Während der ganzen Zeit hatte das Mädchen bei Frau Olga Krieger gewohnt, die sich zusammen mit Elisabeta Hendlmeier als Dolmetscherin und Mitgliedern unseres Medizinausschusses intensiv um Mutter und Tochter gekümmert hatte. Mit nach Hause nahm sie einen Computer, auf dem sie die Buchstaben so groß darstellen konnte, dass sie lesen und schreiben üben konnte. Wir besorgten ihr ein Dreirad, das eine ältere Frau mit Freuden für sie zur Verfügung stellte. Eines hat sie sicherlich gewonnen: Lebensfreude!

Gastmutter Olga Krieger: "Am 28. 02. 1999 war es so weit. Maria Dobrican und ihre Tochter Iliuta waren nach einer sehr langen Fahrt in Mintraching angekommen. Große Erwartungen hatten sie mitgebracht, aber wohl auch einige Skepsis, wie alles werden sollte. Bei mir war eine große Sorge verflogen, als Frau Dobrican auf mich zuging und mich fragte: "Do you speak English?" Wie groß die Sprachbarriere sein kann, hatte ich ein Jahr vorher bei einer Ferienaktion mit drei rumänischen Mädchen erfahren.

Dr. Thomas Mauch hatte für die erforderlichen Untersuchungen schon alles bestens organisiert, so dass gleich in den nächsten Tagen damit begonnen werden konnte. Mehrere Mitarbeiter aus dem Verein stellten sich als Fahrer und Betreuer zur Verfügung. Leider kam schon bald die erste große Enttäuschung, die mit so großer Hoffnung erwartete Augenoperation konnte nicht durchgeführt werden.

Aus den geplanten 2 Wochen wurden 4 Wochen, die uns allen wie im Flug vergingen. Weitere Untersuchungen und Therapien wechselten mit Freizeitaktivitäten und Besichtigungen ab, was den beiden sehr gut gefallen hat. Wenn auch für das behinderte Mädchen kein Wunder erwirkt werden konnte, so waren diese vier Wochen für die Mutter und die Tochter sicher eine sehr wichtige Zeit und ich konnte beim Abschied sagen, in Maria Dobrican eine gute Freundin gefunden zu haben.“

 




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