Jugendhaus
Fachleute aus Regensburger Heimen und andere Interessierte machten sich daran, im Rahmen eines „Pädagogischen Ausschusses“ die Verhältnisse in diesem Heim zu verändern durch Einladung verantwortlicher Mitarbeiter zu Hospitationen in unseren Einrichtungen, durch Fortbildungen vor Ort und viele andere Maßnahmen.
Es sollten Änderungen herbeigeführt werden, die aber nicht im Kopieren deutscher Verhältnisse, sondern im Finden rumänischer Lösungen für eine pädagogisch gute Arbeit in diesem Heim bestehen sollte.
Wir erlebten aber auch immer wieder, dass Jugendliche nach Ende der in Rumänien schulgebundenen Ausbildung das Haus verlassen mussten, ohne zu wissen, wohin sie gehen sollten, weil sie ihre Familie nicht kannten oder zu ihr aus zum Teil dramatischen Gründen nicht zurückkehren konnten. Sie standen also im wahrsten Sinn des Wortes auf der Straße mit entsprechenden schlimmen Folgen. Deshalb hat der Verein ein Haus in einem nahegelegenen Dorf gekauft und zu einem Jugendhaus umgebaut und hergerichtet, um eine Übergangshilfe in die Verselbständigung zu ermöglichen. Weil wir aber als Ausländer in Rumänien kein Haus kaufen und keine Jugendhilfe leisten konnten, haben wir unsere rumänische Stiftung gegründet, um als Träger dieses Jugendhauses und anderer Aufgaben auftreten zu können.
Als Stiftung kümmern wir uns um alle Angelegenheiten sowohl baulicher, wirtschaftlicher und personeller Art wie auch um die pädagogische Arbeit mit den Jugendlichen. Wir haben einen Erzieher angestellt und eine weitere Mitarbeiterin, die wir voll vergüten müssen und die die Arbeit vor Ort zu tragen haben. Unsere Aufgabe als Stiftung nehmen wir durch mehrmalige länger dauernde Besuche vor Ort wahr, bei denen lange Gespräche mit den Mitarbeitenden, den Jugendlichen und so manchen Kooperationspartnern geführt werden und jeweils eine Sitzung des Stiftungsrats stattfindet, dem neben zwei deutschen vier rumänische Staatsbürger(-innen) angehören. In diesem Rahmen muss auch die Dienst- und Fachaufsicht geleistet und müssen größere Entscheidungen getroffen werden.
Zu unserer Freude erleben wir bei unseren Besuchen eine sehr engagierte Arbeit mit den Jugendlichen, finden diese in aufgeschlossener Atmosphäre und können zu unserer Erleichterung hören, dass die inzwischen entlassenen jungen Menschen weiterhin Arbeit und Unterkunft haben und dass es ihnen offensichtlich gut geht.
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