Rumänienfahrt 2005
Rumänienfahrt 1997 | neues Haus
Fahrt vom 30.Juli bis 07. August
Reiseziel: Raum Beclean
Fahrzeuge und Teilnehmer/Funktion:
1.) Jeep Drexler
Erwin Drexler - Konvoileiter
Tom Neumeier Fotograf + Filmemacher
Marina Zierer Freundin von Carmen
2.) Opel Gabler
Franz Gabler Fahrer
Veronika Drexler Bauwesen
Franziska Drexler
3.) Vereinsbus
Helmut Heiserer Stiftungspräsident/stellv. Konvoileiter
Kristin Nuß Protokoll /Fahrerin
Günter Ernesti Medizin + Fahrer
Simona Basca Dolmetscherin
Cristian Beskid Dolmetscher
4.) LKW Fa. Sammüller
Swen Friedel Fahrer Fa. Sammüller
Alfred Pitscheneder Beifahrer
Fahrtbericht
Das von mir ausgearbeitete Ablaufprogramm liegt vor und ich bemühe mich, es in etwa einzuhalten. Die Betonung liegt auf in etwa.
Schön ist es, dass meine beiden Töchter Veronika und Franziska dabei sind. Johanna wollte scheinbar auch mitfahren, wie Veronika – meine einfühlende Tochter, auf die ich viel zu wenig höre, was ich noch lernen muss – mir mitteilte. Eigentlich schade, aber ich werde sie gerne nächstes Mal mitnehmen.
Tom, Veronikas Freund habe ich in meinem Auto zu Testzwecken mitgenommen. Er hat den Test des Autofahrens auf jeden Fall bestanden. Jeep fahren kann er. Auch sonst ist er ganz angenehm.
Schön war es, dass es mir gelungen ist, einen LKW mit Fahrer von der Fa. Sammüller aufzutreiben und viele haben geholfen, die große Ladung vorzubereiten, insbesondere auch alle Vorstandsmitglieder und viele „tot geglaubte Andere“.
Pünktlich nach dem Reisesegen von Helmut ging’s los. Schön war, dass beim Reisesegen auch ein großer Teil der Lademannschaft da war – wir halten eben zusammen!
Die Fahrt war von der beginnenden Ferienzeit überschattet, so dass ein Stau auf den anderen folgte. Statt wie geplant 20:00 Uhr kamen wir um 0.30 Uhr im Kloster von Oradea an; die Gruppe von Helmut erst um 2:30 Uhr. Am nächsten Morgen ging’s los nach Beclean.
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Marina hatte es eilig zu Carmen – ihrer Freundin – zu kommen und Eva Tini hat
auch schon ein Essen für ihre Gäste vorbereitet. Ein netter und herzlicher Empfang für Marina, Tom, unseren Dolmetscher Cristian und mich bei Carmens Eltern mit obligatorischem Essen.
Carmen geht es gut. Sie geht ab dem nächsten Schuljahr ins Lyzeum und möchte später in Cluj studieren. Wir werden ihr dabei auf jeden Fall helfen, denn gerade für einen behinderten Menschen ist eine gute Ausbildung wichtig.
Zur Erinnerung: Carmen hatte eine Rückgratverkrümmung (Skoliose) von 135° und wäre planmäßig mit 19 Jahren einen Erstickungstod gestorben, hätte sie unser Verein nicht vor 4 Jahren operieren lassen. Heute geht es ihr gut und sie hat eine super Freundin, nämlich Marina.
Franz, Veronika und Franziska besuchten derweil schon Eva, die Tom und Froni beherbergt. Wir stoßen hinzu und Eva – unsere Mitarbeiterin seit 01/90 – war freundlich wie immer. Eva ist einfach toll!
Anschließend ging’s nach Beclean mit Livia, meinem Patenkind, die seit Jahren für uns Dolmetscherarbeiten macht – mit Herz und Gefühl. Das Quartier bei unserem Wirt Vasile war top hergerichtet uns es gab leckeres Fassbier. Dann traf die Gruppe Helmut ein. Eine Besprechung bei gemütlichem Beisammensein folgte.
Nach der Trennung kam Dutu, Ileanas Mann – Ileana ist Herberts Familienkreis-partnerin und auch zuständig für die beiden neuen Bauvorhaben. Schade, dass sie nicht dabei sein konnte. Ich übergab das Geld für die Familie Vladau, aber den mitgebrachten Fußball schenkte ich aus Versehen Alex, Dutus Sohn. Wir werden morgen in Bistrita einen Neuen kaufen.
Abends habe ich Dutu, seinen Sohn Alex und die Nachbarin von Ileana, Mia, zu einem gemeinsamen Abendessen eingeladen. Sie erklärten sich beide spontan bereit, beim Abladen des LKW’s zu helfen.
Morgen wird die Gruppe Helmut sich in Sintereag auch um eine Stiftungssitzung kümmern.
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In drei Gruppen teilte sich die Mannschaft heute auf:
Veronika, Tom, Franz und Eva besuchten Frau Füstes, Viorica und die beiden neuen Bauvorhaben. Außerdem nahmen sie Kontakt zu Dr. Rurac auf. Alles
klappte prima.
Helmut, Kristin, Günther, Simona und Cristian waren im großen Kinderheim von Beclean und um 14:00 Uhr und 17:00 Uhr fanden in Sintereag Sitzungen statt.
Franziska, Livia, Elisabeta und ich kümmerten uns um den Zoll, was uns den
ganzen Tag beanspruchte. Erst ging es nach Teaca, zum ehemaligen Bürger-
meister Eckehard Zaig, den wir als erfahrenen Mann um generellen Rat wegen
der Zollabwicklung baten. Er rief seinen Freund, den Vizezollchef von Bistrita an,
und alles klappte besser. Also mussten wir erst zum Zollchef nach Bistrita, dann
zum Finanzamt nach Beclean, dann zum Notar, dann kurz nach Sintereag Papiere ausdrucken, anschließend wieder zum Finanzamt und Notar.
Morgen geht’s dann weiter zum Finanzamt nach Bistrita und hoffentlich gleich zum Zoll mit dem LKW, während die anderen Claudiu´s ( unser verstorbener krebskranker Junge) Grab besuchen.
Wie das Leben so spielt, haben mir heute wieder zwei alte Freunde geholfen, erst Hardi Zaig und dann der ins Becleaner Finanzamt versetzte ehemalige Bürgermeister Viorel Luca.
Schön ist es, Freunde zu haben und schön ist es auch zwei meiner drei Töchter dabei zu haben. Schade, dass Johanna nicht dabei ist.
Abends trafen wir uns zum Essen beim Bachus. Dr. Rurac kam, Elisabeta und Viorel leider nicht. Es war ein schöner Abend. Ich glaube, es hat allen gut gefallen. Schön auch, dass meine langjährige Freundin Eva Tini mit dabei war; ich mag sie einfach gern.
Insgesamt war es für mich und meine Gruppe ein etwas hektischer Tag, aber erfolgreich. Ich hoffe, es klappt morgen mit dem Zoll alles.
Ich muss mich morgen mehr um Veronika kümmern. Wenn es mir gelingt, diese Fahrt in allen wesentlichen Punkten gut über die Bühne zu bringen, wird sie nicht nur den Fahrtbeteiligten, sondern auch dem Rest des Vereins als Motor dienen. Ein neuer Aufschwung sozusagen und das würde mich wirklich sehr freuen. Wenn alles klappt, werden wir durch Vermittlung von Hardi Zaig mit einer Gruppe aus Chemnitz zusammen arbeiten. Wir könnten Waren nach Chemnitz liefern und die weiter nach Rumänien. Hardi gab ich auch 24 Hörgeräte; er verteilt sie weiter.
Übrigens ist es uns auch gelungen, durch eine Spende von 500 € an Hardi direkt den Hochwasseropfern in Rumänien zu helfen. Hardi kauft in Zusammenarbeit mit dem rumänischen Roten Kreuz Lebensmittel ein und verteilt sie vor Ort persönlich – besser kann man nicht helfen. Viel Glück Hardi!
Manchmal stelle ich mir die Frage, warum ich die Arbeit hier überhaupt mache? Und antworte mir auch selbst:
Ich liebe diese Menschen hier, insbesondere solche wie heute diese alte Anhalterin oder wie die stets optimistische Frau Füstes, der es nach unserem Ermessen wirklich Scheiße geht.
Eine Aufgabe, die ich anfange, möchte ich zu Ende führen.
Dies gilt für meinen Idealismus. Ich kann ohne ihn nicht leben. Auch wenn ich kein Weltveränderer bin. Ein kleines Stück reicht mir. Ich bin stolz, wenn ich an Carmen, Viorica auch an Livia und Elena und an alle unsere gemeinsamen Tage und Taten denke.
Wenn ich eine Aufgabe übernehme, erfülle ich sie auch, letztendlich koste es was es wolle, wenn ich nur davon überzeugt bin.
Meinen Kindern will ich Vorbild für eine humanitäre Welt sein und das ist mir sehr ernst.
Andere missionieren will ich nicht.
Das Vertrauen meiner Vereinswähler und insbesondere meiner Vorstandskollegen will ich verdienen.
Und außerdem bin ich eben vom Sternzeichen her Stier, und es ist ein gutes Sternzeichen.
Mein letztendlich sehr naiver aber doch unerschütterlicher Glaube ist es auch, der mich antreibt. Es ist nicht nur der Glaube im katholischen Sinn. Es ist auch der Glaube an eine gerechtere und bessere Welt und daran, dass der, der geben kann auch geben muss. Von einer jüdischen Frau stammt der Spruch, dass du dich nicht nur dafür verantworten musst, für das, was du in deinem Leben getan hast, sondern auch dafür, was du aufgrund deiner Anlagen hättest tun können. Eine hohe Anforderung, der ich mich versuche zu stellen, obwohl ich weiß, dass ich zu schwach bin, um sie zu erfüllen.
Es sind die Vorbilder aus dem Verein selbst und es sind viele. Tom unser Leucht- und Aushängeschild. Helmut und Kristin, die nach einem schweren Unfall wieder fahren. Otto, der sich in Rumänien die Rippen brach. Ernst Bajus mit seiner unendlichen Geduld. Viele, viele andere von uns, aber auch viele Helfer, Ärzte und Spender, die uns motivieren.
Der unbeschreibliche Stolz mitgeholfen zu haben, dass Carmen (135° Skoliose) alt werden wird (man gab ihr max. 19 Jahre).
Die Freude über Vioricas gelungene Beinoperation (Spina Bifida + Klumpfüße + Inkontinenz!).
Der Stolz auf meine eigene Familie, die bereit ist, mit mir gegen den Strom zu schwimmen, obwohl ich kein einfacher Vater und auch kein einfacher Mensch bin.
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Heute ging es ans Grab von Claudiu, wohl das schwierigste Unternehmen unserer Fahrt. Helmut und seine Mannschaft haben es prima gelöst. Claudiu bekommt vom Verein einen schönen Grabstein. Seine Eltern und die Fam. Wenzel waren natürlich auch da und haben alle zum Essen eingeladen.
Elisabeta, Simona und ich waren in Bistrita im Finanzamt. Der Direktor war von Viorel Luca – meinem Freund – angerufen worden und erledigte die Papiere in einer Stunde. Seine Sekretärin ging mit uns ein Fax für die Stiftung aussuchen, leider aber erstmals ohne Erfolg.
Nach dem Mittagessen im Finanzamt ging es ab zum Zoll. Unser LKW, den ich bereits um 07:00 Uhr morgens angerufen hatte, kam 10 Minuten nach uns. Elisabeta schaffte es, alles zu regeln. Nach 1 Stunde war alles in Ordnung. Der Zollbeamte öffnete den LKW und lehnte unser Geschenk ab, in dem er sagte, dass die, die wir beliefern, es nötiger bräuchten.
Danke liebe Elisabeta für dein schnelles Arbeiten. Anschließend kauften wir für Elisabeta ein Fax, das sofort von der Firma eingebaut wurde und Herbert schickte uns ein erstes Testfax.
Abends gab es in Beclean einen Reflexionsabend. Jede Gruppe erzählte, was sie bisher gemacht hat. Und vor allem wurden auch die beiden LKW-Fahrer Swen und Alfred mit einem kräftigen Applaus begrüßt.
Vor der Sitzung war bereits Maxim, unser Vereinsmaurer, da und die Frau mit ihrem Polier, die ihr Haus selbst bauen will. Wir vereinbarten einen Termin um 15:00 Uhr vor Ort.
Um halb zehn Uhr morgen wird der LKW am Krankenhaus in Beclean sein, um anschließend ins Lager nach Beclenut weiter zu fahren. Die Jugendlichen aus Sintereag werden uns beim Abladen helfen.
Helmut, Kristin, Franziska, Livia und Simona werden Viorica besuchen, ihr ihre vielen Pakete bringen und bei ihr essen. Ca. 20 Schulkinder und die Lehrerin soll sie zu dem Termin herbeiholen und jedes Kind wird eine Schultasche bekommen. Abends wollen wir Carmen treffen und sehen uns um ca. 19:00 Uhr bei uns in Beclean. Bis morgen.
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Morgens ging es weiter mit dem Abladen im Krankenhaus. Elisabeta hatte große Mühe, alles zu orten, was abgeladen wurde. Es ging sehr schnell, dafür dauerten die Papiere länger, die Elisabeta korrekt machte.
Dann ging es weiter zu Herberts Lager in Beclenut. Swen, der LKW-Fahrer der Fa. Sammüller, bewies sich wieder als wahrer Künstler im Einparken. Die Abladung hier klappte sehr gut. Alles wurde korrekt aufgeschrieben und die Jugendlichen der Stiftung waren sehr fleißig. Einige Sachen haben wir für Sintereag umbeordert. Elisabeta war davon begeistert. Elisabeta ist übrigens wunderbar!
Dann ging’s ab zu unserem neuen Bauvorhaben. In Rusu de Jos Nr. 118 waren der Kapo und die Hausherrin hinbestellt und auch da. Die gebauten Fundamente waren einigermaßen tauglich und die Bauherrin vertraut dem Kapo, dem sie täglich 17 € bezahlen muss, also ca. 600.000 Lei. Wir spendeten 500 € für die Lohnkosten, um so einen schnelleren Bauablauf zu erreichen. Das Baumaterial bezahlt der Verein. Im Herbst soll Einzug sein.
Wir alle gemeinsam blieben relativ lange da und fuhren dann zum Zigeunerhaus nach Ilisua 18. Franz und die beiden LKW-Fahrer fuhren nach Sintereag zurück.
Veronika hatte den Keller aufgemessen – es gibt nur den Keller – in dem die Familie mit drei Kindern seit 16 Jahren lebt. Maxim, Froni und ich waren uns einig, dass eine Erweiterung des Gebäudes unabdingbar ist. Froni wird bis morgen – als angehende Architektin – einen Entwurf machen. Morgen um 10:00 Uhr ist der nächste Termin, auch die Notarsachen werden nächste Woche erledigt, hier wird uns Eva Tini helfen. Maxim mit Bruder und Helfern aus Sintereag werden ab Montag angreifen und das um ca. 3 m erweiterte Haus in ca. 10 Wochen fertig haben. Viel Erfolg uns allen!
Abends fand eine Reflexion statt, leider wurden wir nicht ganz fertig, da Günters Zahnarzt mit Ehefrau und Eva Tini überraschend zu uns stießen! Unser geschmuggelter Zahnarztstuhl von Dr. Zimmermann aus Regensburg sollte durch unseren mitgebrachten Zahnarzt Günter an den Mann gebracht werden. Möglichst mit Schaffung eines Arbeitsplatzes für unseren Martin aus Sintereag.
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Morgens ging’s los nach Ilisua zu unserer Zigeunerbaustelle. Schön, dass es Zigeuner sind, man soll mit der Hilfe unten anfangen. Maxim war um 09:00 Uhr pünktlich in Beclenut und so holten wir unsere Architektin Froni mit Ihrer Dolmet-scherin Eva ab. Tom machte noch Pause. Livia und ich holten bei Dr. Rurac noch schnell einen Rollstuhl und machten Fotos von den gelieferten OP-Monitoren. Dr. Rurac war von den Geräten begeistert. Der Rollstuhl, den Livia unbedingt zu Viorica bringen will – die wir nach der Baustelle besuchten – ist für eine beinamputierte Frau, die sich Viorica´s Krücken ausgeliehen hat. Livia hat sie gestern bei Viorica kennen gelernt.
Der Baustellentermin verlief prima. Veronika hatte ein fertiges Konzept 1 : 100 mit Grundrissen und Ansichten über Nacht gezeichnet. Ich war sehr stolz auf meine große Tochter, vielleicht wird sie ja doch noch meine Nachfolgerin. Maxim war von dem Plan beeindruckt. Die Bauherrin konnte es gar nicht fassen, für sie war heute Weihnachten und Ostern gleichzeitig. Die Besitzangelegenheiten werden bereits am Montag beim Notar geklärt, Eva Tini kümmert sich darum. Die Mutter wird den Keller mit Grundstück an den Bauherrn überschreiben. Sollte das nicht klappen, wird von uns nicht gebaut.
Maxim übergab ich in der Frühe bereits 1.000 € als Startgeld. Die weitere Abrechnung übernimmt Ileana in bewährter Manier (Ileana ist Lehrerin in Beclenut und arbeitet mit Herbert, unserem Familienausschussvorsitzenden, seit vielen Jahren erfolgreich zusammen). Eva Tini habe ich 150 € für die Notarkosten übergeben. Der Bau startet nächste Woche!!
Der Rohbau ist in 10 Wochen spätestens fertig. Die Möbel liefern bei beiden Objekten wir.
Abends wurde beschlossen, dass zwei Jungen und Ioana aus der Stiftung Sintereag mit Maxim das Haus bauen. Sie bekommen 1,50 €/ Stunde. Ich bin überzeugt, dass sie fleißig arbeiten. Die 6 Jugendlichen, die in Sintereag sind, finde ich übrigens prima. Sie waren abends im Bachus unsere Gäste.
Nach der Baustelle besuchten wir Viorica, das Mädchen, das durch unsere Hilfe gehen kann. Zweimal hat sie unsere Gruppe schon besucht, aber sie hat auf mich gewartet. Mehr als mich vermisst sie noch Tom (Dr. T. Mauch, unseren früheren Vereinsvorstand) – er hat sie entdeckt, ich war nur das Vollzugswerkzeug ihrer Genesung. Am 12. September kommt sie in die 4. Klasse nach dem sie 3 Klassen mit einer von uns bezahlten Privatlehrerin in einem Jahr zu Hause gemacht hat. Gestern hatte sie Helmut mit seiner Gruppe besucht; ihre Klassenkameraden und sie bekamen von uns Schultaschen. Selbst der Schuldirektor war beim Fototermin anwesend.
Wir kümmern uns um unsere Viorica. Für uns gab es den Rest der Gans zu essen und es war sehr gut. Für Verbandsmaterial habe ich ihr 50 € dagelassen. Das Gespräch mit ihr war sehr schön, sie spricht erstaunlich gut deutsch, ihre Mutter mag ich sowieso sehr gerne und ihren Vater habe ich nun zum ersten Mal gesehen. Erstaunlich, wie eine Mutter von 8 Kindern, mit zwei Enkelkindern im Haus, einen solchen riesigen Gemüsegarten so gut in Ordnung halten kann. Mein kleiner eigener Gemüsegarten sieht auf jeden Fall schlechter aus.
Dann fuhr ich mit Franz und Maxim nach Sintereag. Helmut hatte mich gebeten, hier als Baufachmann nach dem Rechten zu sehen. Die Dachziegel, die ich vor ca. 7 Jahren gekauft habe, sind zu ca. 40 % kaputt. Bei uns halten sie 30 – 50 Jahre!!! Das Dach ist trotzdem dicht, da eine Dachschalung mit Dachpappe angebracht wurde. Die Ziegel sollten ca. innerhalb eines Jahres durch eine neue Eindeckung ersetzt werden. Im Dachgeschoss an den Kaminen sollten Bleche wegen der Brandgefahr angebracht werden. Dem Hallendach fehlen einige Firstreiter. Die sollten jedoch im Zusammen -hang mit dem fehlenden Hallenaußenputz aufgebracht werden, da man hierzu ein Gerüst benötigt.
Der Abend, zu dem Helmut alle Jugendlichen aus Sintereag mit Elisabeta und Ignat (den beiden Heimangestellten) geladen hatte, war wunderschön. Martin, mein Freund, war krank und wurde extra von Kristin später geholt. Lieb ist sie, unsere Kristin! Wir berichteten, trotz des Verkehrslärms, über unsere Tagesaktivitäten. Außerdem setzten wir den gestern begonnenen Gesprächskreis aller fort und die geschilderten Eindrücke waren sehr interessant.
Ich verteilte Blumen an Eva und Elisabeta und Tassen mit lustigen Aufschriften an alle Frauen und an die neun Männer. Fast alles waren Treffer. Es war ein wunderschöner Abend, wir waren so richtig unter uns.
Schön, dass auch Franziska dabei ist. Morgen fahre ich mit ihr und Livia zu Livias Familie. Vroni und Tom bleiben bei Eva, die vertragen sich ja wirklich super.
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Heute ist Familientag. In Sintereag luden wir 3 Räder, ein Kett-Car, einen Traktor mit Anhänger, einen Fahrradkindersitz und einen Laster auf. Mit Elisabeta und den Jugendlichen besprechen wir noch kurz die Arbeitsmodalitäten am Zigeunerhaus.
Dann geht es ab zu Livias 5 Schwestern. Als erstes besuchen wir Vionella mit ihrer Schwiegermutter und Sohn. Fabian, erst 4 Jahre alt, freut sich sehr über den Traktor mit Anhänger.
Dann ging’s zu Elena, Livias 2. Schwester. Hier wurden die drei Fahrräder, das Kett-Car und ein Laster, Kleidung und Marathon-T-Shirts abgeladen. Eine große Freude, Vasile, „mein rumänischer Schwiegersohn“, wollte unbedingt, dass wir bei ihm und nicht bei seinem Schwiegervater übernachten. Ich willigte ein, da er sich für die Einladung zu meinem 50. Geburtstag revanchieren wollte. Elena hatte eine köstliche Ente gekocht. Und die Kinder freuten sich riesig. Livia, meine Dolmetscherin, und Elena betreuen wir nun seit 15 Jahren, irgendwie sind sie meine „Kinder“ geworden.
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Wir haben gut bei Elena und Vasile geschlafen. Ich spielte mit Vasile noch lange Backgammon.
Nach dem Frühstück ging’s dann los nach Sintereag. Livias Chef-Schwester fuhr mit ihrem Mann noch mit nach Beclean, um ein Rad für Ihren Sohn bei Eva abzuholen. Natürlich von uns ausgeliefert und von Livia ausgesucht.
Weiter ging’s nach Cluj, wo wir Roxana mit ihrem Sohn Marko mitnahmen. Roxana war langjährige Mitarbeiterin unseres Vereins vor Ort, hat ein Vereinsmitglied geheiratet und wohnt jetzt in Mintraching.
Dann ging es weiter zu unserem Kloster nach Oradea, wo wir uns abends nochmals alle trafen außer Carmen und Marina. Cristian und Simona blieben in Cluj und fuhren mit dem Zug zu ihren Familien weiter. Schade, dass ich die beiden nicht mehr gesehen habe, aber wir werden uns wiedersehen.
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Morgens um 07:00 Uhr ging’s los nach Hause und nach einem Mittagessen am Neusiedlersee waren wir um ca. 19:00 Uhr zu Hause. Livia hatten wir in Baden bei Wien abgeliefert. Danke Livia für Deine Unterstützung und bis nächstes Jahr!
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Schön war’s und anstrengend, glücklich verlaufen und vieles wurde angekurbelt und erreicht. Ein Grundstein für die weitere Vereinsarbeit gelegt, neue Aufgaben angedacht, aber – was uns sehr wichtig ist – auch bestehende Verpflichtungen erfüllt.
Danke allen, die ihr dabei wart, die vor Ort und zu Hause mitgeholfen und gespendet haben. Danke auch unserem Herrgott für die Schutzengel.
Euer
Erwin Drexler
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